3. Cocooning

The Code of Color

Geborgenheit und Sehnsucht

Auf den Flügeln der Schmetterlinge, die leichter sind als Luft,
scheinen Geborgenheit und Sehnsucht tief eingraviert zu sein

Die Raupe wird müde, sie will schlafen.
Da rollt sie sich zusammen zu einem dicker werdenden Körper
und so schläft sie ein.
Sie verwandelt sich in einen Kokon.

"Die Luft darum herum tanzt einen seltsam langsamen Tanz
auf dem schneller laufenden Tempo des Hintergrundes."
"The Code of Color" von Suug

"Was ist passiert? Bin ich in einem Traum?"
Die schwere Müdigkeit drückt sie nieder,
aber die Fragen hören nicht auf, obwohl sie schon eingeschlafen ist.
In ihrem Kokon fürchtet sie sich vor der Außenwelt,
sie träumt immer wieder, dass sie ins Nichts abstürzen würde.
Als ob sie geschleudert oder eingesaugt würde ins Chaos,
in eine bodenlose Welt,
der Wind rüttelt an dem Kokon,
als ob das Ende des Universums angebrochen wäre.

"Ich werde in dieser Ruhe Kraft sammeln,
so werden Stille und ein gelassenes Herz in mir wachsen können
für die baldige Entbindung."

Nach den paar Regentröpfchen, die den Kokon erschüttert haben,
beruhigt die Raupe, die bald ein Schmetterling sein wird, ihr ängstliches Herz.
Die Sonne scheint wieder und umhüllt sie warm.
Dieses Licht ist wie eine warmherzige Stimme,
die der Raupe etwas zuflüstert,
so dass sie ruhig wird in ihrem Kokon.
Der Kokon verändert sich.
Tiefschwarze Linien zeichnen ein Muster rund um den Kokon.

Plötzlich stelle ich es mir in Zeitlupe vor, wie eine überlappende Dia-Show.
Lang-sa-m, sehr lang-sa-m durchziehen mysteriöse Farben den Kokon,
wie elektromagnetische Wellen.
(Hintergrundmusik - Ein neuer Code beginnt:
wenn die Szenen wechseln, erklingen leise, tiefe Geräusche, srrr, srrr)
Der sich windende Körper kommt zur Ruhe,
lang-sam beginnt er zu er-sta-rren.
(Die Geräusche werden immer klarer und lauter: zmm – zmm)
Stop Motion! Wie ein eingefrorener Puls, Zmm!
(Hintergrundbild – manchmal weht ein Wind,
Ameisen kommen, kratzen ein bisschen und verschwinden wieder,
ab und an ein Tautropfen: tropp!
Diese Szene wiederholt sich im Hintergrund immer schneller, wie ein Loop.)

So bewegt sich die WELT,
nur der Kokon ist eingefroren, wie eine Skulptur.
Tiefe Klänge fließen dahin wie weiche elektronische Wellen mit feinen Vibrationen. Sie tragen die Sehnsucht nach dem nächsten Leben in sich.
Die Luft darum herum tanzt einen seltsam langsamen Tanz
auf dem schneller laufenden Tempo des Hintergrundes.
Fast wie ein Tanz in angehaltener Bewegung.
Die Welt tanzt so,
aber der Tanz der Luft ist eingefroren, wie eine Skulptur.

Während sich diese Szene vorwärts und rückwärts abspielt,
hin und her und immer weiter und immer schneller,
verschwindet meine Vorstellung allmählich aus dem Kopf.
Vielleicht ist es ein Ende, vielleicht ein Beginn?!
Jetzt lieber fade out!