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Auf und Ab

Lachen und Weinen.

Tränen, 5/13

Wir Menschen drücken viele Emotionen durch Tränen aus. Nur, lesen und verstehen wir diese auch richtig? Eine Reportage über die Geheimnisse, die sich hinter unseren Tränen verstecken.

© Suug

Auf und Ab

Lachen und Weinen

Hörtipp zum Beginn des Kapitels: "Gefühlsmodulation"

"Das Lachen schwingt nach oben
und stoppt dort für einen kurzen Moment.
Stille ... dann geht es ganz schnell,
die Wippe schnellt auf und ab, auf und ab,
mit einem Rattern, als wär’s ein schnell laufender Stummfilm.
DRRR, DRRR..."
"Tränen" von Suug

QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...
Das Geräusch einer Wippe ...
Lachen und Weinen sind kein Gegensatz, sondern beide sind wie zwei Freunde, die sich auf einer Wippe gegenübersitzen.
QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...
SCHWUPPS! Wenn Lachen hochgeschnellt ist, wartet das Weinen unten auf seinen Einsatz – und umgekehrt.

An diesem Platz, an dem die Wippe schaukelt, ...
und den jeder nur in seiner eigenen begrenzten Zeit erleben kann, ...
ziehen zweibeinige Wesen umher,
ständig auf der Suche nach Bedeutung.
QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...

Sich kleidend,
Sprache ausdenkend,
Nahrung aufspürend und nach Ähnlichkeiten suchend,
Erinnerungen sammelnd,
Tränen teilend,
Lachen erntend und Emotionen kultivierend.
QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...

Man sagt, alle Emotionen seien angelernt, außer den Tränen während der Geburt.

In einem Wald, der aus der Saat des Instinkts erwachsen ist, verlangen diese zweibeinigen Wesen ständig danach, Glück zu ernten.
QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...

„Glück?”, tönt es von der einen Seite der Wippe.
Das Glück und das Lachen verschränken die Arme ineinander.

Das Glück ist die Verkörperung des Paradieses und beginnt schon im Mutterbauch der Zweibeiner.
Liebe fließt entlang der warmen Bahnen der Muttermilch ...

Das Lachen schwingt nach oben und stoppt dort für einen kurzen Moment.
Stille ... dann geht es ganz schnell, die Wippe schnellt auf und ab, auf und ab, mit einem Rattern, als wär’s ein schnell laufender Stummfilm.
DRRR, DRRR…

Einige der zweibeinigen Wesen ernten ihr Glück durch die Unterdrückung anderer.
„Das muss so sein ... Das funktioniert nicht anders ...“, denken manche, die nur so ihr Glück erfahren haben. DRRR.
Doch das ist nicht die Wahrheit.

Klar, wer einmal auf einer solchen Wippe das Glück erlebt hat, wird süchtig davon.
Mit allen Mitteln wird er versuchen, eine Wippe zu finden und das Wippspiel weiter zu spielen.
Jedoch, es ist kein faires Spiel. Aber, so scheint der Lauf der Dinge zu sein, sagt man.
DRRR, DRRR.
Und fehlt einem das Gegenüber auf der Wippe, dann stoppt das Spiel gänzlich.

Wie unsinnig. DRRR.

Und der Wald steht noch voll solcher Wippen.QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...

Hier wird mir etwas klar:

Ist es nicht fantastisch, wenn wir vor der Geburt eine glückliche Zeit erfahren?
Denn dadurch streben wir doch unbewusst immer nach diesem Glück.
Dieses instinktive Streben nach dem Glück macht unser Leben so viel lebenswerter.

Und so stelle ich mir einen Wald vor, in dem wir Zweibeiner unser Glück ganz ohne Wippe finden. ...

Aber noch steht der Wald voller Wippen.
QUIETSCH, TOK! QUIETSCH, TOK! ...

Ich bin mir sicher, irgendwann wird das Geräusch der Wippen verstummen.

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